Atelier für Persönlichkeit

»Glücklich oder unglücklich sind wir nicht durch unsere Lebenslage, sondern durch unsere Einstellung zum Leben. «
[aus Indien]

Der Kölsche und die Grundhaltung der Achtsamkeitspraxis

Mer Kölsche lieben unsere Lebensphilosophie, bestehend aus den 11 Artikeln, in denen die Grundhaltung der Achtsamkeitspraxis enthalten ist. Das "kölsche Grundgesetz" prägt seit Generationen unseren Alltag. Mer han Achtsamkeit em Bloot!

NEU: Die Kölsche Achtsamkeit2Go gibt es auch als 11er-PostkartenSet: www.wortmoment.de

Artikel 1

Et es wie et es.
("Es ist, wie es ist.")

Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.

Achtsamkeit2go
„Geduld und Gelassenheit“

Wir wissen zwar um die Weisheit, dass Gras nicht schneller wächst, wenn wir an ihm ziehen, doch verhalten uns, als könnten wir Wachstum beschleunigen. Anstatt den Dingen Raum zu geben, dass sie sich entwickeln können, reagieren wir schnell und hektisch auf alles, was auf uns zukommt. In der Gewissheit, dass der richtige Zeitpunkt kommt, können wir den Dingen mit Geduld und Gelassenheit Zeit zum Reifen und Raum zum Entfalten geben.

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Artikel 2

Et kütt wie et kütt.
("Es kommt, wie es kommt.")

Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

Achtsamkeit2go
„Nicht anhaften und loslassen“

Absichtslos zu sein, bedeutet, den gegenwärtigen Moment so anzunehmen, wie er ist. Wir sind nirgendwo anders als im Jetzt. Wir setzen uns mit dem scheinbaren Widerspruch auseinander, nicht zu streben und doch „ziellos zum Ziel zu kommen“. Oft ertappen wir uns dabei, dass wir Dinge vermeiden oder festhalten möchten, weil sich jeder von uns ab und an mit seinen Denk- und Verhaltensweisen selbst im Weg steht. Ein Nichtanhaften an diesen Strukturen, vielmehr das LOSLASSEN dieser unterstützt uns dabei, unsere Wahrnehmung urteilsfrei auf die gegenwärtigen Geschehnisse zu lenken und diese so anzunehmen, wie sie sind, und nicht, wie wir sie haben möchten!

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Artikel 3

Et hätt noch emmer joot jejange.
("Es ist bisher noch immer gutgegangen.")

Was gestern gutgegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Situationsabhängig auch: Wir wissen, es ist Murks, aber es wird schon gutgehen.

Achtsamkeit2go
„Dem Prozess vertrauen“

Erlauben wir uns wieder, dem Prozess zu vertrauen, die Geschehnisse anzunehmen, wie sie sind, und auf ihre Sinnhaftigkeit zu vertrauen! Wir können uns noch so perfekt auf alles vorbereiten und dennoch kommt es anders, als wir es in unserer Vorstellung geplant haben. „Gut, dass es so gekommen ist!“, können wir uns im Nachhinein sagen hören. Und vielleicht wäre die Wendung der Geschehnisse niemals möglich gewesen, wenn wir uns nicht eingelassen hätten.

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Artikel 4

Wat fott es, es fott.
("Was fort ist, ist fort.")

Jammer den Dingen nicht nach und trauere nicht um längst vergessene Dinge.

Achtsamkeit2go
„Nicht werten“

Wir bringen gerne „Früher war alles besser“ ins Spiel. Wir neigen dazu, uns mit unseren Erfahrungen zu identifizieren, sie zu beurteilen und in Schubladen mit Etiketten wie gut/schlecht oder angenehm/unangenehm einzuteilen. Aber gerade, nicht zu werten, gibt uns eine neue Möglichkeit: Dadurch aktivieren wir unseren inneren Beobachter und betrachten die Geschehnisse mit Abstand, ohne uns emotional zu sehr darin zu verankern. Es sind unsere Bewertungen, mit denen wir jede Situation einfärben. Handeln wir jedoch nach dem Motto „Jede Situation ist erst einmal neutral“, unterstützt uns unsere Selbstbestimmtheit und Objektivität, uns der Situation angemessen zu nähern.

 

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Artikel 5

Et bliev nix, wie et wor.
("Es bleibt nichts, wie es war.")

Sei offen für Neuerungen.

Achtsamkeit2go
„Anfängergeist“

Betrachten wir unser tägliches Tun mit Anfängergeist. Entdecken wir unsere routinierten Abläufe neu. Gaukeln wir uns in der verharrten Langeweile etwa vor, dass wir eh schon alles wissen, kennen oder hatten? Erleben wir, was wirklich geschieht, wenn wir unsere Aufmerksamkeit neugierig und mit Offenheit auf das lenken, was wir jetzt – in diesem Moment – erfahren. Erfreuen wir uns wieder an unserer Fähigkeit des Staunens. Lassen wir uns überraschen, statt unsere Sinne auf Autopilot zu schalten! Die innere Haltung macht den Unterschied.

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»Glücklich oder unglücklich sind wir nicht durch unsere Lebenslage, sondern durch unsere Einstellung zum Leben. «
[aus Indien]

Artikel 6

Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
("Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.")

Sei kritisch, wenn Neuerungen überhandnehmen.

Achtsamkeit2go
„Mit uns selbst in Kontakt sein“

Oft fühlen wir uns im Alltag überrannt, überfordert, erschöpft, müde und unfähig, Entscheidungen zu treffen. Vielleicht treffen wir auch überstürzte Entscheidungen, weil wir uns unter Druck gesetzt oder gehetzt fühlen. Wir finden im Chaos unserer Gedanken keine Antwort und fühlen uns vernebelt. Besonders in Zeiten der Neuorientierung benötigen wir Klarheit, um präzise abzuwägen, was für uns die richtige Entscheidung ist. Wenn wir mit uns selbst in Kontakt sind, verfügen wir über einen klaren Geist und spüren, welche Bedürfnisse wir uns erfüllen möchten.

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Artikel 7

Wat wells de maache?
("Was willst du machen?")

Füge dich in dein Schicksal.

Achtsamkeit2go
„Anerkennen, was ist“

Wie oft bringen wir unsere ganze Energie – auch in Form von Widerstand - ein, um ändern zu wollen, was nicht nach unserem Plan läuft? Den Preis dafür zahlen wir mit (Frei-)Zeit, Kraft, Nerven auf Kosten unserer Gesundheit! Soviel ist es uns wert, die Kontrolle über Geschehnisse haben zu wollen. Wir hoffen, dass wir Einfluss auf die Ergebnisse nehmen können, dass alles nach unseren Wünschen und konkreten Vorstellungen läuft: sehr anstrengend! Stattdessen könnten wir mit der inneren Haltung von „anerkennen und annehmen, was ist“ unsere Kraft und Energie zurückgewinnen.
Wenn wir unsere Scheuklappen ablegen, begrenzen wir unsere Wahrnehmung nicht länger und können plötzlich erkennen, welche Wege uns das Leben tatsächlich anbieten möchte.

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Artikel 8

Maach et joot, ävver nit zo off.
("Mach es gut, aber nicht zu oft.")

Qualität über Quantität.

Achtsamkeit2go
„Der gegenwärtige Moment “

Neurowissenschaftler haben bewiesen, dass der Körper nicht zwischen Vergangenem und Zukünftigem unterscheidet. Unser Körper lebt ausschließlich in der Gegenwart.
Wenn sich unser Kopfkino selbstständig einschaltet, indem wir uns über Vergangenes aufregen, wütend sind oder Angst vor einem Ereignis in der Zukunft haben, startet in unserem Körper die Produktion von Stresshormonen: Der Kampf-Flucht-Modus wird somit aktiviert!
Ist es nicht erschreckend, dass alleine die Vorstellung ausreicht, unseren Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen, ohne dass es ein aktuelles Geschehnis gibt?
Wir gewinnen an Lebensqualität, wenn wir den gegenwärtigen Moment wahrnehmen, anstatt uns in der Fülle der Aktivitäten und des Multitaskings zu verlieren.

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Artikel 9

Wat soll dä Kwatsch?
("Was soll das sinnlose Gerede?")

Stell immer die Universalfrage.

Achtsamkeit2go
„Sich selbst vertrauen!“

„Wer die Frage hat, kennt auch die Antwort!“, heißt es im Coaching. Wir wollen aber die Meinung und den Zuspruch von anderen hören. Das könnte implizieren, dass wir uns selbst zu wenig zutrauen. Vielleicht liegt es auch in der Einfachheit oder unserer Bequemlichkeit, andere zu fragen, ob sie die maßgeschneiderte Lösung für unser Problem parat haben. Praktischerweise brauchen wir dann auch keine Eigenverantwortung zu übernehmen, falls die Lösung doch nicht funktioniert hat. Lösen wir uns also von der Meinung anderer und dem äußerlichen Streben nach Anerkennung. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir selbst am besten, was das Beste für uns ist. Lernen wir lieber wieder, auf unsere eigenen Impulse und innere Stimme zu hören, uns selbst zuzuhören und uns selbst zu vertrauen. Übernehmen wir die Verantwortung für unser Leben und vertrauen uns selbst!

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Artikel 10

Drinks de ejne met?
("Trinkst du einen mit?")

Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

Achtsamkeit2go
„(Selbst-)Mitgefühl“

So unterschiedlich wir auch alle sein mögen, erleben wir täglich die gemeinsamen menschlichen Erfahrungen, die wir miteinander teilen. Wir erkennen, dass unser Gegenüber ähnliche Schwierigkeiten hat, die Herausforderungen, die Höhen und auch die Tiefen des Lebens zu bewältigen oder zu meistern. Entwickeln wir deshalb ein Mitgefühl für uns selbst und auch für andere, ohne gleich mitzuleiden.
Neurowissenschaftler haben bewiesen, dass unser Gehirn in gleichem Maße auf Verständnis und Mitgefühl reagiert, unabhängig davon, ob wir tröstende Worte und Gesten von einer anderen Person bekommen oder uns selbst zusprechen: Oxytocin wird ausgeschüttet. Dieses beruhigende Hormon wirkt auf unser gesamtes System.

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Artikel 11

Do laachs de disch kapott.
("Da lachst du dich kaputt.")

Bewahre dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

Achtsamkeit2go
„Gleichzeitig geschieht auch das Schöne“

Das Schöne im Leben zu sehen und über sich selbst lachen zu können, ist eine wesentliche Fähigkeit, die uns hilft, neuen Mut und neue Lebensfreude zu fassen. Oftmals sehen wir in Krisenzeiten nur den Mangel, die Enttäuschung oder den Schmerz. Ein Sprichwort heißt: „Wo Schatten ist, ist auch Licht!“ Weiten wir also besser unseren Blickwinkel und sehen gleichzeitig auch das Schöne, das geschieht. – Magische Glücksmomente: Der Alltag präsentiert seine Vielfalt und für jeden von uns ist garantiert etwas Schönes dabei!

 

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